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Musik

Tiefes Licht – Konzert des SWDKO

Tiefes Licht. Der Titel dieses Abends ist kein Bild, sondern ein Bekenntnis.

Manchmal kommt Musik zurück. Nicht zurück in die Konzertsäle, wo sie glänzt, applaudiert wird – sondern dorthin, wo sie geboren wurde: in das Schweigen der Landschaft, in das Licht, das mehr verschweigt als zeigt. Wenn Edvard Griegs Töne in die Fjorde heimkehren, in das vom Wind zerzauste Norwegen, erklingen sie nicht wie früher – sondern wie wahr.

Tiefes Licht. Der Titel dieses Abends ist kein Bild, sondern ein Bekenntnis. Denn das Licht des Nordens ist kein Außenphänomen. Es leuchtet nicht, es ahnt. Es ist nicht hell – sondern aufgewühlt. Was also geschieht, wenn sich Musik diesem Licht stellt? Ragnhild Hemsing spielt auf der Hardangerfiedel, diesem geheimnisvollen Zwitter aus Geige und Legende, und Griegs Peer Gynt beginnt nicht nur zu reisen, sondern zu erinnern. Man hört die Sehnsucht in Solveigs Lied, aber sie ist nicht süß, sondern wahr. Man hört den Troll, den Sturm, die Heimkehr – und spürt: das ist keine Programmmusik, das ist Heimatsuche. Doch der Abend belässt es nicht bei der Rückkehr. Er fragt weiter: Was bleibt, wenn alles Aufglänzende sich verflüchtigt?

Ragnhild Hemsing Die norwegische Violinistin und Hardangerfiedlerin Ragnhild Hemsing ist eng mit der Musiktradition ihrer Heimat verbunden. Mit beiden Instrumenten tritt sie international als Solistin in renommierten Konzertsälen und bei Festivals auf. Auf ihren bei Berlin Classics erschienenen Alben ist sie meist mit beiden Instrumenten zu hören. Für Røta erhielt sie 2021 den Opus-Klassik-Preis und auch die Alben Peer Gynt und The Norwegian Seasons, eine Bearbeitung von Vivaldis Vier Jahreszeiten für Hardangerfiedel, waren sehr erfolgreich. Im April 2026 erscheint das Album Unbound mit ihrem Vetra-Ensemble.

Programm und weitere Infos beim SWDKO