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Platzvergabe für Schulkinder in Pforzheim begon-nen

467 Zusagen werden an Eltern versandt

© Stadt PforzheimFoto: Laura Schaier

Das Ganztagsförderungsgesetz (GaFöG) von 2021 sichert ab dem Schuljahr 2026/27 schrittweise einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder. Es zielt darauf ab, die Bildungschancen der Kinder zu verbessern und Eltern bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu unterstützen. 

Insgesamt werden in den nächsten Tagen 467 Zusagen an Familien gehen, die für ihr Kind nach dem Unterricht einen Betreuungswunsch an die Stadt gemeldet hatten. Dem stehen 140 Absagen an Pforzheimer Kinder gegenüber. Von den 467 Kindern aus Pforzheim mit Platzzusage im aktuellen Vergabeverfahren kommen 407 Kinder im Schuljahr 2026/2027 in die erste Klasse oder Juniorklasse, während 60 Kinder bereits die zweite, dritte oder vierte Klasse besuchen werden. In einigen Stadtteilen ist es daher bereits gelungen, allen Kindern, die in die erste Klasse kommen, einen Platz anzubieten. Sozialbürgermeister Frank Fillbrunn betont den in den letzten Jahren erfolgten Ausbau an einzelnen Standorten: „In den letzten Jahren konnten wir durch die Inbetriebnahme zusätzlicher Gruppen, zum Beispiel in den Horten Huchenfeld und Büchenbronn, im neuen „Pforzheimer Modell“ am Sonnenhof sowie in den Kernzeitbetreuungen in Hohenwart und Würm den Betreuungsbedarf fast vollständig abdecken.“

Die Vergabe der Betreuungsplätze für das kommende Schuljahr in Pforzheim wurde dieses Jahr erstmalig für alle Schulkindbetreuungsangebote über die Zentrale Vormerkstelle koordiniert. Bisher meldeten sich Familien direkt bei den Trägern des Betreuungsangebots vor Ort. „Mit dem Einsetzen des Rechtsanspruchs müssen wir als Stadt allerdings deutlich genauer erfassen, welche Kinder zu welchem Zeitpunkt an welchem Angebot oder vielleicht sogar mehreren angemeldet wurden“, erläutert der Sozialbürgermeister diese notwendige Änderung im Ablauf. Dies geschieht über die den Eltern bereits aus dem Kitabereich vertraute Zentrale Vormerkstelle. Die Eltern von bereits betreuten Kindern und zukünftigen Erstklässlerinnen und Erstklässlern im Schuljahr 2026/27 wurden schon Anfang des Jahres über die Änderungen im Zusammenhang mit dem GaFöG über die Schulleitungen, die Träger der Betreuungsangebote und die Vormerkstelle informiert. „Wir haben so breit wie möglich informiert, auch über die Social-Media-Kanäle der Stadt“, führt Claudia Schlütter als Amtsleiterin des Amtes für Bildung und Sport aus. „Durch die enge Kooperation mit den Trägern der Schulkindbetreuungsangebote war es bereits in der Vergangenheit möglich, dass freiwerdende Plätze schnellstmöglich nachvermittelt wurden“, so Claudia Schlütter weiter.

„Die Stadt Pforzheim wird auch weiterhin intensiv daran arbeiten, das Betreuungsangebot für Grundschulkinder auszubauen und die Versorgungssituation für Familien nachhaltig zu verbessern“, führt Fillbrunn aus und verweist auf die Umwandlung der Horte an den Schulen und Kernzeiten in das Modell der Schulkindbetreuung „Pforzheimer Modell“, wie beispielsweise bereits an der Sonnenhofschule. Der Gemeinderat hatte dieses neue Betreuungsformat als Alternative zu Ganztagsschulen und der bereits bestehenden Vielfalt anderer Formen der Schulkindbetreuung im Dezember 2025 beschlossen. Es ermöglicht die Betreuung durch Doppelraumnutzung schulischer Räume mit einem Personalschlüssel in Anlehnung an die Horte an den Schulen. Eltern sollten sich jeweils Anfang des Jahres überlegen, ob und in welchem Umfang sie für ihr Kind ein Betreuungsangebot brauchen, inwiefern eine Ganztagsschule für sie in Betracht kommt und ob für ihr Kind möglicherweise auch nur ein Ferienangebot gewünscht ist. Unabhängig von rechtlichen Vorgaben können sie auch andere Angebote wie Hausaufgabenbetreuung oder Lernfördergruppen in Familienzentren wählen. Für letztere hatte der Gemeinderat im März 2025 Mittel zunächst bis Ende 2027 bewilligt. 

Beratung durch die Vormerkstelle

Eltern erreichen die Vormerkstelle per E-Mail unter vormerkstelle(at)pforzheim.de. Über diese Adresse kann auch ein Online-Termin oder ein persönlicher Beratungstermin vereinbart werden. Die Mitarbeitenden sind täglich telefonisch unter (07231) 39 20 11 jeweils von 8 bis 12 Uhr sowie donnerstags zusätzlich von 14 bis 18 Uhr erreichbar. Das Jugend- und Sozialamt weist darauf hin, dass die Erreichbarkeit in Spitzenzeiten aufgrund einer hohen Anruferzahl eingeschränkt sein kann. Tagesaktuelle Informationen sind jederzeit unter https://www.pforzheim.de/anmeldung/betreuung abrufbar.